Vorstellung/Musical: Bühnen Bern
Das Stück beginnt dramatisch, mit dem Tod der berühmt berüchtigen Eva Perón. Danach wird ihr Leben in einer Rückblende rekapituliert. Es wird kaum gesprochen, umso mehr gesungen. Bekannte Melodien und eine hervorragende internationale Besetzung bringen das alte Argentinien zum Leben.
Im Nachthemnd, im Hochzeitskleid oder doch in Rollschuhen? Mit diversen gekonnt eingesetzten Requisiten und einem simplen aber stimmigen Bühnebild ist es eine wunderbar abgerundete Produktion. Man durchlebt gemeinsam mit Eva verschiedene Gemütszustände und hört den Titel-Song «Don’t cry for me Argentina» in allen Variationen.
Man spürt die Freude der Darstellerinnen und ich muss ehrlich sagen, das ein oder andere Mal haben meine Beine gezuckt oder ich habe mitgesummt. Das passiert nicht oft in dem goldigen, samtig-roten Theater.
Von fast eingeschlafen (1) bis ich will nochmal (5): Wie manch ein Musical ist es leicht verdaubar und stiftet Freude. Es ist humorvoll, lehrreich und ästethisch. Ich bereue keine Minute die ich im Theater verbracht habe aber durch die bekannte Geschichte und Melodien wars einmal gerade richtig. Ist auch besser so, denn nun ists sowieso ausgespielt… (5)
Würd ich’s meinen Nachbar:innen empfehlen? : Claro que si. Wenn etwas jedermanns/fraus tauglich ist, dann Evita. Egal ob jung oder alt, musikalisch oder schauspielbegeistert. Die Geschichte der argentischen Ikone auf den Bühen von Bern und erst noch als Musical! Wer sich dieses kurzweilige Stück entgehen lässt…
Geeignet für: Profis, Laiinnen, Interessierte, Schulklassen